Kommunikation – „Ich höre was Du sagst, verstehe aber nicht was Du meinst.“

Kommunikation ist mehr, als sich nur zu unterhalten.

Wir haben soooo gelacht…..!

Manche Unterhaltung läuft genau so ab, wie meine, kürzlich mit einer Facebook-Freundin. Viele enden dadurch im Streit und Groll. Unsere endete in herzhaftem Lachen über uns selbst.

Sheep communication

Kommunikation - Ich höre was Du sagst, verstehe aber nicht, was Du meinst.

G: What´s that?

B: Beautiful wool.

G: The sheep I know, what is the rest?

B: All the same.

G: But not the sheeps. What do the people with that?

B: There is no sheep there.

G: From which animal is then the white wool on the picture?

B: From sheep.

G: Why do you write then „there is no sheep there?“ I am worried!

B: I mean there is only wool.


Wir meinen, richtig zu kommunizieren – wie stellen wir das fest?

Mir fällt auf, dass in unserer schnelllebigen Konsum-Gesellschaft, immer mehr Menschen einander nicht mehr richtig zuhören können oder wollen. Man „müllt“ sich gegenseitig regelrecht zu.

Ist es nicht oft so, dass wir lediglich das Bedürfnis haben, uns dem anderen mitzuteilen, um unsere Gedanken und Gefühle loszuwerden? Hoffen, das ebenfalls „volle Gegenüber“ nimmt an dem, was uns gerade beschäftigt Anteil, damit wir uns schnell besser fühlen können?

Aber auch wenn Menschen wirklich das Gespräch suchen, stellt sich oft heraus, dass sie nur aus ihrer Sicht der Dinge, ohne die Aussagen des Gegenübers wahrzunehmen bzw. aufzunehmen, sprechen und gedanklich schon bei der nächsten Mitteilung sind.

Mir geht das ab und zu auch so – warum?

Mir passiert das auch ab und zu, dass ich Gedankensprünge schon während des Sprechens mache. Vor allem dann, wenn mich mehrere Themen emotional sehr beschäftigen. Wie gut, dass ich dazu eine sehr gute Gesprächspartnerin habe, die mich dann immer fragt: „Sprichst Du schon noch von diesem ….?“ 

Und genau an solchen Fragen erkennen wir, ob das Gegenüber aktiv zuhört oder nicht.

Leider tun das die Wenigsten. Entweder, weil sie nicht bereit oder zurzeit nicht in der Lage dazu sind, sich ihrem Gegenüber mit der gebotenen Aufmerksamkeit zu widmen. Oder weil es sie einfach nicht interessiert, was das Gegenüber von sich gibt, weil sie von diesem Kontakt meinen (irgendwann) profitieren zu können. Beides schlechte Voraussetzungen für ein wertschätzendes und auf Dauer harmonisches Miteinander.

HÖREN wir unserem Gegenüber wirklich AKTIV zu? Fragen wir nach, weil es uns wichtig ist, den anderen RICHTIG zu verstehen? Vor allem aber, FÜHLEN wir während der Unterhaltung, wie es dem Anderen geht?

Machen Sie den Selbsttest!

Überprüfen Sie mal bei sich selbst, ob Sie wirklich kommunizieren, wenn es um etwas Wichtiges geht. Wenn nicht, fragen Sie sich selbst, warum dem so ist. Versuchen sie es zu verändern und Sie werden sehen, Ihre Beziehungen werden sich wandeln. Manche werden wegfallen, manche werden viel, viel besser werden.

Was bedeutet Kommunikation?

Wer sich tiefer mit dem Thema Kommunikation beschäftigen möchte, findet unter folgenden Links mehr Informationen:

Wie kommuniziere ich richtig?

Test: Kommunikationstraining – „Wie gut können Sie kommunizieren?“

 

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2 Replies to “Kommunikation – „Ich höre was Du sagst, verstehe aber nicht was Du meinst.“”

  1. Danke, liebe Gabriele, dass du uns an deinen Gedanken und deiner Reflexion teilhaben lässt.
    Ich hab festgestellt, dass es eine Zauberformel gibt für eine solide zwischenmenschliche Beziehung. Es ist das Verständnis für den Standpunkt des anderen. Ist nicht immer leicht 🙂
    Denn es kommt ja vor, dass der andere ganz im Unrecht ist. Und er glaubt trotzdem, dass er recht hat. Es ist nun die Kunst, es ihm nicht vorzuwerfen, sondern tatsächlich zu verstehen. Denn es gibt immer einen Grund, warum er genau so denkt und handelt. Wenn ich es schaffe, diesen Grund herauszufinden, ist das der Schlüssel zu seinem Verhalten. Vielleicht kann ich so ein Stück weit auch seine Persönlichkeit erfassen. Die Indianer sagen „Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist.“

    Es ist immer wieder heilsam, wenn ich mich an seine Stelle versetze, wenn ich mich frage, wie ich reagieren würde, wenn ich in seinen Schuhen stecken würde. Nach den wahren Ursachen zu forschen hilft, auch die Folgen eher zu verstehen.

    Galilei sagte: „Man kann einen Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu finden.“

    Niemand möchte das Gesicht verlieren. Das vergessen wir oft, wenn wir unseren Kopf durchsetzen wollen oder wenn wir mit dem Finger auf die Fehler des anderen zeigen. Denn auch wenn wir recht haben und der andere sich irrt, dann zerstören dir doch nur sein Selbstbewusstsein, wenn wir ihn bloßstellen. Es gefällt mir sehr gut, was Antoine de Saint-Exupéry geschrieben hat: „Wir haben nicht das Recht, etwas zu sagen oder zu tun, das den andern in seinen Augen erniedrigt. Wichtig ist nicht, was wir von ihm denken, sondern was er von sich denkt. Einen Menschen in seiner Würde zu verletzen ist ein Verbrechen.“

    Bleiben wir weiter dran „auf den Spuren zu uns selbst.“ Es wird uns nicht langweilig werden 🙂

    1. Liebe Evelyn!

      Vielen Dank für Deine wunderbaren Erläuterungen. Vor allem die Aussage von Galilei gefällt mir sehr gut. Dies deshalb, weil ich es auch nur so erfahren habe. Sobald man auf den Lehrer in sich selbst getroffen ist, geht es so leicht! Was über den Kopf nie möglich war und ist.

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